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Presseartikel zur Festveranstaltung

Gelenauer Grundschule feiert mit eigener Hymne

 

Die Bildungsstätte wird 140 Jahre alt. Zur Auftaktveranstaltung kamen rund 200 Besucher, darunter viele Ehemalige - teils generationenübergreifend.

 

von Dirk Trautmann

 

GELENAU - 140 Jahre alt ist die heutige Pestalozzi-Grundschule in Gelenau, und nun hat sie auch eine eigene Hymne. „Was bist du für ein Schmuckstück nur! Dich kennt ein jedes Kind“, hat Hendrik Seibt gleich in der Eingangszeile des Liedes geschrieben. Viele Tausend Schüler haben die Bildungsstätte besucht, die im Ort einfach nur die „obere Schul“ genannt wird.

 

200 Besucher kamen am Mittwoch in die Turnhalle zur Auftaktveranstaltung anlässlich der Geburtstagsfeier, darunter viele ehemalige Schüler. Die jetzigen sangen gemeinsam mit Schülern der Freien Schule „Erzgebirgsblick“ die neue Schulhymne.

Olaf Tautenhahn hielt einen Vortrag über die Schul- und Heimatfeste von ihrem Beginn bis in die Gegenwart. Viele Fotos hat der Gelenauer dafür verwendet, die auch in einer Ausstellung zu sehen waren und vor denen sich viele Besucher drängten. „Vor zwei Jahren gab es einen Aufruf im Amtsblatt, dass die Bürger doch Fotografien aus ihrer Schulzeit zur Verfügung stellen mögen. Das Ergebnis war mager: genau zwei Fotos“, erzählte Olaf Tautenhahn, der als Ortschronist den Schlüssel zu den Menschen fand. Es waren persönliche Gespräche und Begegnungen, bei denen die Gelenauer dann ihre Fotoalben öffneten.

 

Auch am Mittwoch gerieten viele ehemalige Schüler ins Erzählen. Anne Meske, geborene Ulm, erinnerte sich beispielsweise an die Aufführungen mit Chor und Tanzgruppe in der Turnhalle. „Ich war die Gerda in der ,Schneekönigin‘, und auch im ,Kalif Storch‘ habe ich mitgespielt“, erzählte die Seniorin, die von 1950 bis 1958 die Pestalozzi-Schule besucht hatte. Die Jungs hätten damals die Kulissen gebaut, sagte Anne Meske, als mit Jürgen Lindner einer von ihnen neben ihr stand. „Wir haben noch ganz andere Sachen gemacht, beispielsweise mitgeholfen, als die Grube für das Schwimmbecken ausgehoben wurde“, erinnerte sich Jürgen Lindner.

 

„Als Belohnung gab es eine Fahrt nach Berlin, aber nur für die, die an der Jugendweihe teilgenommen hatten.“ Weil Jürgen Lindner konfirmiert wurde, fuhr er nicht mit in die Hauptstadt. Von Einsätzen mit Hacke und Schaufel berichtete auch Harry Klöpfel, der von 1955 bis 1965 die Schule besuchte. „Da gab es ein langes Förderband und eine Lore, in die der Aushub hineinfiel. Wir Jungs sind aber nach der Schule mit der Lore gefahren. Die hatte einen Deutzmotor mit Luntenzündung. Daran erinnere ich mich noch genau“, sagte der 71-Jährige.

 

Brigitte Schreckenbach, geborene Wieland, wäre fast ganz in Familie zur Festveranstaltung gekommen. „Meine Tochter Anne und mein Enkel Florian sind hier, meiner Mutter Isolde ging es heute nicht so gut, deshalb blieb sie zu Hause. Wir sind aber vier Generationen, die die Pestalozzi-Schule besucht haben oder sie heute noch besuchen“, sagte die 63-Jährige. Nicht als Schülerin, dafür als Lehrerin ging Ingrid Leichsenring in die Pestalozzi-Schule. „Das war von 1961 bis 1981, und ich habe zu meinen ehemaligen Schülern ein wunderbares Verhältnis“, sagte die fast 80-Jährige und erinnerte sich gern an die „Feste der russischen Sprache“ in der Turnhalle.

 

Ende des 19. Jahrhunderts gab es die meisten Schüler an der Bildungsstätte

 

EINGEWEIHT wurde die Schule am 21. Oktober 1879 mit vier Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen. Unterrichtet wurden 417 Kinder in 8 Klassen.

 

DIE HÖCHSTE Schüleranzahl gab es 1887 mit 446. Oft seien die Bänke leer geblieben, weil die Eltern von der Bildung ihrer Kinder in einer Schule nicht überzeugt gewesen seien, so Schulleiterin Katrin Lieberwirth.

 

EINE TURNHALLE wurde 1928 auf dem erweiterten Gelände gebaut. 1948 erfolgte die Umbenennung zur Pestalozzi-Schule. Um die Einführung der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule zu gewährleisten, wurde ein zweites Schulgebäude gebraucht. 1961 ist das Lehrschwimmbecken eingeweiht worden.

 

MIT DER Wende wurde die Pestalozzi-Schule zur Grundschule. 1991 erfolgte der Bau des Turnhallenübergangs.

 

GEARBEITET wird nach dem Prinzip der offenen Ganztagsschule. Derzeit lernen dort 141 Kinder.